Projekte

  • Küchenprojekt

Küchenprojekt

Erneuerung der Küche der Katholischen Studentengemeinde St. Augustinus in Greifswald

In der Katholischen Studentengemeinde St. Augustinus kommen jeden Mittwoch etwa 15 bis 20 Studenten verschiedenster Fachrichtungen und Herkunft zusammen, um miteinander Messe zu feiern, sich auszutauschen und gemeinsam den Glauben zu leben. Wesentlicher Bestandteil ist dabei das Abendessen. Hier kam es allerdings immer wieder zu Schwierigkeiten und Problemen, die im Folgenden kurz dargestellt werden sollen:

  • Zwei Herdplatten boten nicht genügend Platz und Leistung um für Gruppen zu kochen. Auch eine weitere mobile Platte half da nicht viel.
  • Die geöffnete Spülmaschine blockierte die Spüle und ein Abwaschender die Spülmaschine.
  • Es gab keine vernünftige Aufbewahrungen für Abfälle.
  • Geschirr und Töpfe waren wegen Platzmangel in anderen Schränken untergebracht.
  • Einige Schranktüren der Küche schlossen nicht mehr und waren locker.
  • Einige Stühle wackelten oder gingen völlig „aus dem Leim“, dies betraf auch einige Tische.
  • Eine überdimensionierte Schrankwand nahm dem Raum Licht und Platz.
  • Ein Teppich im Essbereich verhinderte ein schnelles Reinigen.
  • Der insgesamt gebrauchte Zustand der Küche war nicht attraktiv, so dass wir uns nicht wohlfühlten.

Aus all den genannten Gründen hat sich die KSG entschieden, die Küche komplett zu erneuern. Eine neue Einbauküche sollte das Kochen erleichtern und auch das Arbeiten mehrerer Personen gleichzeitig zulassen. Die Arbeitsplatte sollte aus Naturholz bestehen, wobei der höhere Preis durch die Langlebigkeit gerechtfertigt ist. Der Raum sollte insgesamt heller und freundlicher werden. 
 Die Wände sollten neue Farbe bekommen, wobei das Streichen in Eigenleistung geschehen sollte. Wegen einer Verfärbung des Bodenbelags durch einen aufliegenden Teppich musste auch dieser erneuert werden. Die Mischung aus Hellblau, Grau und Gelb ließ sich nicht verändern und war zumindest optisch als Fußboden nicht ansprechend. 
 Zusätzlich sollten auch Tische und Stühle neu angeschafft werden, ebenso waren neue Lampen geplant. Der durch die Entfernung der Schrankwand gewonnene Platz sollte für eine Sitzecke genutzt werden.

Ein uns wichtiges Anliegen war es, die Aufträge an regionale Anbieter zu vergeben und damit die heimische Wirtschaft zu unterstützen. Die Tische und die Sitzecke sollten von einer Behindertenwerkstatt in der Region gefertigt werden.

Umbauphase

Nachdem die Planungen weitgehend abgeschlossen waren, begann Mitte Februar der eigentliche Umbau. Die alte Küche wurde abgebaut, Inventar, Mobilar und eine Fülle von Krimskrams in den Vortragsraum ausgelagert.

Den ganzen März hindurch waren die KSG-Räume eine Baustelle und auch vor Rückschlägen waren wir nicht gefeit. Nachdem unter reger Beteiligung vieler KSGler gestrichen, tapziert und alter Kram entsorgt wurde, traten auch einige Probleme auf, die in den Planungen nicht bedacht wurden.

Steckdosen mussten verlegt, die Gipskartonwand für die neuen Hängeschränke verstärkt werden und der alte Fliesenspiegel stellte sich als zu klein heraus. Schließlich konnte der frisch verlegte Fußboden nicht abgenommen werden, da er nicht ordentlich versiegelt war.

Der Montagetermin für die Küche musste trotz rascher Nachbesserung verschoben werden und ein neuer ließ sich erst einige Wochen später finden.

Eine besondere Überraschung fand sich quasi auf der Straße: fast zwei dutzend gebrauchte Stühle, die als gute  Zwischenlösung übernommen werden konnten. Die alten wurden zusammen mit überflüssigen Geschirr an das Asylbewerber-Wohnheim gespendet.

Pünktlich zum Beginn des Sommersemesters wurde in der Karwoche schließlich die neue Küche montiert. 

Mit der KSG-Agape als "erstem" "Letzten Abendmahl" wurden sie eingeweiht. Seitdem wird wieder fleißig gekocht,gebacken und gespeist. Zur Einsegnung am 22. April luden wir die ganze Gemeinde mit ein - sie hatte uns die Finanzierung des Fußbodens abgenommen und uns mit einer Kollekte unterstützt. Mit Sekt und einem kleinen Buffet wollten wir uns dafür bedanken.

Trotzdem waren noch nicht alle Arbeiten erledigt. Die Sitzecke aus alten Kirchenbänken war noch nicht verwirklicht und die Dekoration des Raumes ließ noch Wünsche offen

Stand der Dinge

Während die restlichen Umbauarbeiten in der vorlesungsfreien Zeit im Sommer vorerst zum erliegen kamen, konnten wir mit Beginn des Wintersemester die letzten Arbeiten in Angriff nehmen.

Nachdem eine geeignete Kirchenbank gefunden war, konnte sie zugeschnitten werden und ziert nun mehr als praktische Sitzecke die KSG-Küche. Als Nebeneffekt lassen sich unter ihr Getränkekisten aller Art deponieren, die so keinen zusätzlichen Platz beanspruchen.

Im November erfolgte dann die große Einkaufstour zu einer bekannten Möbelkette nach Rostock. 

Neue Gläser ersetzten zweckentfremdete Blumenvasen, das neue Besteck stumpfe Messer und verbogene Gabeln. Wo zuvor das Besteck schon für die KSGler knapp war, können jetzt auch unerwartete Gäste bewirtet werden.

 

Als letzter Punkt verblieb die Dekoration der bisher weißen und noch recht kahlen Wände.  In einem Fotowettbewerb konnten alle KSGler Bilder einreichen über die schließlich gemeinsam abgestimmt wurden. Die drei Gewinnerfotos werden demnächst als großformatige Bilder die Küche zieren.

Die Stühle und Tische verbleiben als letzte kleine Baustelle. Während die Tische ihrer Aufgabe noch gut gerecht werden, beginnen die auf der Straße gefundenen Stühle langsam, aber stetig auseinander zu fallen. Mittelfristig muss hier noch Ersatz gefunden werden. 

Finanzierung

Die Finanzierung des Projektes setzt sich aus Eigenmitteln, einem Zuschuss des Bistums, Spenden und einer Unterstützung durch das Bonifatiuswerk zusammen. Alle Spender werden hier auf der Homepage genannt und verlinkt, sowie in den KSG-Räumen vorgestellt und in einem Artikel im Gemeindebrief der Gemeinde St. Joseph genannt.

Ein herzliches Dankeschön gilt unseren Unterstützern!

Link zu Erzbistum Berlin

   

Link zu Bonfatiuswerk Deutschland

Bilder

Zur vergrößerten Ansicht bitte auf die Bilder klicken!